| Geldsegen aus der Glücksspielbranche |
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Geschrieben von: Markus
Dienstag, den 21. Februar 2012 um 23:02 Uhr
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Dem Sport in Schleswig-Holstein geht es gut: Geldsorgen gehören für einige Vereine der Vergangenheit an. Der Grund dafür ist die Neuordnung des Glücksspielmarktes. Deutschlands nördlichstes Bundesland hat einen Alleingang gewagt und den Markt weitgehend liberalisiert. Auch der Rest der Republik bekam 2012 einen neuen Glücksspielstaatsvertrag, der auch auf den Sport Auswirkungen hat, jedoch längst nicht so umfangreich wie es im hohen Norden der Fall ist. Der VfB Lübeck war einer der ersten, die vom neuen Gesetz in Schleswig-Holstein profitieren konnte. Seit November hat das Stadion an der Lohmühle einen Zusatz im Namen: PokerStars.de – Stadion an der Lohmühle heißt es jetzt. Der Grund dafür ist ein Drei-Jahres-Deal, den der Fußball- Viertligist mit PokerStars abgeschlossen hat. Etwa 120.000 Euro pro Jahr soll er in die Kasse des Vereins spülen.
Die Situation in Schleswig-Holstein
In November vergangenen Jahres beschloss die Landesregierung im hohen Norden, das Glücksspiel neu zu regulieren und den Markt weitgehend auch für private Anbieter zu öffnen. Erlaubt sind nun Poker und andere Glücksspiele im Internet, Werbung für Glücksspiele und die unbegrenzte Vergabe von Lizenzen für Sportwettenanbieter. Ein Geldsegen für den Sport in Schleswig-Holstein. Ausländische Poker- und Sportwettenanbieter standen kurz nach der Entscheidung Schlange und bewarben sich für Lizenzen und Sponsoringverträge. Mit den Anbietern ist die Quelle an Geldgebern noch lange nicht erschöpft, auch Informationsportale, wie z. B. PokerZeit.com, könnten Interesse an der Werbung auf Trikots, Bildschirmen oder Banden in Fußballstadien haben. Im Rest Deutschlands sieht es mit der Offenheit anders aus. Zwar wurde auch dort das Glücksspiel neu reguliert, allerdings werden dort nur 20 Lizenzen an private Anbieter vergeben und das Werbeverbot soll bestehen bleiben. Wer eine Sponsorschaft antreten will, muss das also im Norden Deutschlands tun. Trotzdem hat Bwin seine Sponsor-Vereinbarung mit dem Fußball-Erstligisten FC Bayern München bis Saisonende aktiviert – doch damit bewegt man sich im illegalen Bereich, denn auch mit dem neuen Staatsvertrag ist das nicht zulässig. Der Finanzchef des FC Bayern München, Karl Hopfner sieht das aber gelassen: „... das ist gelebte Praxis. (...) Gewettet wurde immer, früher eben im Ausland.“ Das letzte Wort ist bezüglich des neuen Glücksspielstaatsvertrages also noch nicht gesprochen. |

